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So bringt ihr Speaker dazu, euer Event zu teilen

Jeder Veranstalter kennt die Rechnung: Zwölf Speaker zugesagt, drei haben gepostet. Dabei wollen die anderen neun meistens sogar, sie kommen nur nie dazu. Dieses Playbook zeigt, wie ihr aus dem guten Vorsatz eurer Speaker echte Beiträge macht, mit zwei Mail-Bausteinen zum Kopieren und einem Timing, das sich in den Ablauf eurer Zusagen einfügt.

Warum Speaker nicht posten, obwohl sie wollen

Es ist fast nie Desinteresse. Ein Speaker, der bei euch auftritt, profitiert selbst von der Ankündigung, das weiß er auch. Was fehlt, ist der fertige Baustein: ein Bild, das gut aussieht, mit Eventnamen, Datum und dem eigenen Gesicht. Die Alternative, aus einem zugeschickten Logopaket selbst etwas zu bauen, ist eine Design-Aufgabe zwischen zwei Terminen, und dort stirbt der Vorsatz.

Die Konsequenz ist unbequem, aber befreiend: Die Posting-Quote eurer Speaker ist vor allem eine Werkzeugfrage, und damit eure. Wer den Aufwand des Speakers unter fünf Minuten drückt, bekommt Beiträge; bleibt der Aufwand höher, bleibt es bei guten Vorsätzen.

Das Werkzeug dazu ist ein vorbereitetes Speaker-Badge: Ihr gestaltet einmal ein Motiv im Look eures Events, und jeder Speaker bekommt denselben Link. Er öffnet ihn, lädt sein Foto hoch, tippt seinen Namen, lädt das fertige Bild herunter, ohne Konto, ohne Design-Software. Der Fünf-Minuten-Test ist damit bestanden, und nebenbei sehen alle Ankündigungen einheitlich nach eurem Event aus.

Was dieser Mechanismus in Reichweite übersetzt, haben wir im Artikel zum Netzwerkeffekt an einer Beispielrechnung durchgespielt. Kurzfassung: Jeder Speaker öffnet ein Netzwerk, das ihr selbst nicht erreicht.

Mail 1: Die Einladung, direkt mit der Zusage

Der beste Moment für die Bitte ist die Zusage-Mail selbst, denn da ist die Beziehung frisch und die Freude echt. Hängt die Badge-Bitte als natürlichen letzten Absatz an, nicht als eigene Marketing-Mail eine Woche später:

Baustein für die Zusage-Mail
Schön, dass du dabei bist! Zwei Dinge noch:

Wir haben dir ein Speaker-Badge vorbereitet, damit du deinen
Auftritt ankündigen kannst, wenn du magst: [Badge-Link]
Foto hochladen, Name eintippen, fertig, dauert etwa zwei
Minuten und braucht kein Konto.

Wenn du dazu postest: Erzähl gern, worüber du sprichst.
Ein Satz zu deinem Thema wirkt mehr als jede Ankündigung
von uns.

Zwei Details tragen hier viel: „wenn du magst“ nimmt den Druck raus, und der Hinweis auf das eigene Thema gibt dem Speaker einen Grund, zum Bild auch ein paar eigene Zeilen zu schreiben.

Mail 2: Die Erinnerung ohne Nerv-Faktor

Zwei bis drei Wochen vor dem Event lohnt eine einzige, kurze Erinnerung an alle, die noch nicht gepostet haben. Der Trick: Sie liefert einen neuen Anlass und wirkt dadurch nie wie eine Mahnung.

Baustein für die Erinnerung
Kurzes Update: Das Programm ist jetzt online, und die ersten
Speaker haben ihre Ankündigungen geteilt.

Falls du deinen Auftritt noch ankündigen willst, dein
Badge-Link von neulich funktioniert weiterhin: [Badge-Link]

In drei Wochen geht es los, wir freuen uns auf dich!

Mehr als diese eine Erinnerung braucht es selten. Bei Speakern, die euch wichtig sind und immer noch nicht gepostet haben, wirkt in der letzten Woche eine persönliche Nachricht mehr als jede weitere Rundmail.

Das Timing im Überblick

  1. Mit der Zusage: Badge-Link in der Zusage-Mail, solange die Freude anhält.
  2. Zum Programm-Launch: Wenn das Programm öffentlich wird, ist der natürliche zweite Anlass da. Wer jetzt postet, verweist auf etwas Konkretes.
  3. Zwei bis drei Wochen vorher: die eine Erinnerung, siehe Baustein oben.
  4. Letzte Woche: persönliche Nachricht nur an die wichtigsten Stimmen, die noch fehlen.

Für Aussteller und Standteams funktioniert derselbe Ablauf mit der Wir-sind-dabei-Vorlage, nur dass der Link an Team-Verteiler geht. Den kompletten Kampagnen-Fahrplan drumherum liefert der Leitfaden zum Bewerben eures Events.

Drei Dinge, die ihr euch sparen könnt

  • Vorgeschriebene Post-Texte. Zwölf identische Beiträge im selben Wortlaut wirken wie eine Kampagne und nicht wie zwölf Empfehlungen. Gebt lieber ein Gerüst vor und lasst den Wortlaut frei.
  • Der große CC-Verteiler. Für eine Bitte, die sichtbar an zwanzig Leute geht, fühlt sich niemand zuständig. Einzeln oder per BCC, auch wenn es derselbe Text ist.
  • Die Bitte am Eventtag. Ankündigungen brauchen Vorlauf, um zu wirken. Am Eventtag selbst ist die bessere Bitte die um einen Beitrag vom Tag, und nach dem Event übernimmt die Nachbereitung.

Passend dazu

Häufige Fragen

Sollen wir Speakern einen fertigen Post-Text mitschicken?
Ein Gerüst gern, vom fertigen Wortlaut raten wir ab. Zwölf wortgleiche Beiträge erkennt jeder Feed-Leser als Kampagne, und die Wirkung persönlicher Empfehlung ist dahin. Besser: das Badge plus ein Satz Anregung, worüber die Person schreiben könnte, nämlich ihr eigenes Thema.
Was ist mit Speakern, die kaum auf LinkedIn aktiv sind?
Nicht drängen, das Badge trotzdem anbieten. Wer selten postet, hat oft besonders aufmerksame Kontakte, ein einzelner Beitrag wirkt dort stark. Und manche teilen das Bild lieber im Firmen-Slack oder Newsletter, auch das ist gewonnene Reichweite.
Wie viele Erinnerungen sind in Ordnung?
Eine Rundmail als Erinnerung, danach nur noch persönliche Nachrichten an einzelne. Die Grenze ist erreicht, bevor sich jemand gemahnt fühlt, denn dieselben Leute sollen nächstes Jahr wieder zusagen.
Brauchen wir Anreize, damit Speaker posten?
Normalerweise nicht, der Auftritt selbst ist der Anreiz: Speaker zeigen gern, wo sie sprechen. Bleibt die Quote dennoch niedrig, liegt es fast immer am Aufwand oder am Zeitpunkt der Bitte, und beides lässt sich beheben, ohne etwas zu verlosen.