Euer Event live auf LinkedIn begleiten
Während das Event läuft, ist der Raum voller Momente, die sich zu posten lohnen, und die Aufmerksamkeit ist so hoch wie nie. Genau dann fehlt aber die Zeit, lange an Beiträgen zu feilen. Diese Seite zeigt, welche drei Live-Momente fast immer funktionieren, wie ihr sie in Sekunden festhaltet und wie das auch im Webinar gelingt.
Warum sich Live-Posten lohnt
Ein Beitrag, der während des Events entsteht, hat zwei Dinge, die ein geplanter Post nie hat: einen echten Moment und die Dringlichkeit von „gerade jetzt“. Wer im Feed sieht, dass ein Saal voll ist und lebhaft diskutiert wird, spürt, dass er etwas verpasst. Das ist die beste Werbung für die nächste Ausgabe.
Gleichzeitig ist der Event-Tag der Tag, an dem ihr am wenigsten Zeit habt. Deshalb geht es beim Live-Posten um wenige, gut getroffene Momente. Perfektion braucht dabei niemand, und wie viele Beiträge es werden, richtet sich nach eurem Tag.
Drei Live-Momente, die fast immer funktionieren
Ihr müsst nicht den ganzen Tag dokumentieren. Diese drei Beiträge tragen fast jedes Event:
- Ein starker Satz von der Bühne. Ein Zitat, das im Raum für ein Raunen sorgt, mit dem Namen der Person und dem Foto der Bühne. Ein guter Satz reist weiter als jede Zusammenfassung.
- Der volle Raum. Ein Foto in die Menge, kurz vor dem Start oder in der Pause. Es zeigt ohne ein Wort, dass hier etwas los ist.
- Ein Blick hinter die Kulissen. Der Aufbau am Morgen, das Team vor den Türen, die Technikprobe. Solche Bilder wirken nahbar und lassen Menschen mitfiebern.
Verlinkt in jedem Beitrag die Menschen, die darauf vorkommen, und setzt den Hashtag eures Events. So finden alle Beiträge des Tages zusammen. Die Verlinkten bekommen eine Benachrichtigung und können direkt reagieren, kommentieren oder teilen. Erst diese Aktivität trägt euren Beitrag zusätzlich in ihr Netzwerk. Prüft die Namen vorher, denn manche Mitglieder haben Erwähnungen abgeschaltet.
Vier Vorlagen für den Anfangssatz
Am Eventtag fehlt vor allem der erste Satz. Nehmt eine dieser Vorlagen, füllt die Klammern und postet:
[SPEAKER VERLINKEN] gerade auf der Bühne beim [EVENT]: „[ZITAT]“. Besonders relevant, weil [EIN SATZ ZUR BEDEUTUNG].
Volles Haus beim [EVENT]. Gerade sprechen wir darüber, wie [THEMA ODER FRAGE]. Als Nächstes: [PROGRAMMPUNKT] mit [SPEAKER].
In [ZEIT] öffnen sich die Türen zum [EVENT]. Das Team steht, die Technik läuft, und gleich geht es um [THEMA]. Wir nehmen euch heute mit.
Gerade live beim [WEBINAR]: [SPEAKER VERLINKEN] zeigt, wie [KONKRETER NUTZEN]. Eine Aussage, die hängen bleibt: „[KURZES ZITAT]“.
Die Klammern sind der ganze Aufwand. Alles andere steht schon, bevor der erste Gast da ist.
Kurz, echt, ungeschliffen
Live-Beiträge dürfen roh sein. Ein leicht verwackeltes Foto vom vollen Saal wirkt echter als ein durchgestyltes Grafik-Kachel-Set, das erkennbar vorproduziert wurde. Zwei Sätze zum Moment genügen, die Analyse hat im Recap ein paar Tage später ihren besseren Platz.
Ein Format sticht trotzdem heraus, ohne Aufwand zu machen: Wenn eure Speaker vor ihrem Auftritt ihr eigenes Badge posten, entsteht der Live-Moment von selbst und läuft direkt in ihr Netzwerk. Ihr müsst dafür nur einmal vorher den Link verschickt haben.
Online-Events: Live-Momente ohne Messehalle
Im Webinar fehlt der volle Saal, der Mechanismus bleibt aber derselbe. Der stärkste Live-Moment ist ein Zitat-Post, während der Vortrag läuft: eine kluge Aussage der Speakerin, ihr Name verlinkt, dazu der Hinweis, dass gerade jetzt darüber gesprochen wird.
Der zweite Moment kommt am Ende. Wenn ihr die Aufzeichnung nachreichen wollt, kündigt das direkt an und verteilt im Meeting-Chat schon den Link, unter dem die Teilnehmenden später ihren Nachweis abholen. Wie dieser Nachweis aussieht, zeigt die Seite zum Webinar-Zertifikat.
Wer postet, während ihr das Event stemmt
Der häufigste Grund, warum live nichts entsteht, ist einfach: Alle, die posten könnten, sind mit dem Event beschäftigt. Legt deshalb vorher eine Person fest, die für die Live-Beiträge zuständig ist, und nehmt ihr andere Aufgaben ab. Das kann jemand aus dem Team sein oder eine Person, die ohnehin gern dokumentiert.
Zwei Vorbereitungen sparen am Tag selbst die entscheidenden Minuten: Der Hashtag steht schon fest, und die Handynamen der Speaker sind griffbereit, damit die Verlinkung im Beitrag schnell geht. Alles Weitere entsteht im Moment.
Passend dazu
Häufige Fragen
- Wie viele Beiträge sollten wir live posten?
- Für die meisten Events sind zwei bis drei über den Tag eine gute Richtgröße. Lieber wenige gute Momente als ein Live-Ticker, der niemand mehr folgen mag. Ein Zitat, ein Bild vom vollen Raum und ein Blick hinter die Kulissen decken das Wichtigste ab.
- Von der Firmenseite oder aus persönlichen Profilen live posten?
- Persönliche Profile tragen weiter, weil sie mehr Menschen erreichen und näher wirken. Die zuständige Person postet also am besten aus ihrem eigenen Profil und markiert eure Seite. Ein, zwei Höhepunkte könnt ihr zusätzlich von der Firmenseite teilen.
- Brauchen wir für Live-Posts die Zustimmung der Gäste?
- Geht bei erkennbaren Personen auf Nummer sicher. Für Portraits und Aufnahmen, auf denen einzelne Gäste klar im Mittelpunkt stehen, holt ihr vor dem Posten kurz ihre Zustimmung ein. Sagt außerdem schon bei der Anmeldung und sichtbar vor Ort, dass Fotos für eure Beiträge entstehen, und gebt jedem eine einfache Möglichkeit, nicht aufs Bild zu geraten oder einer Aufnahme zu widersprechen. Auch ein voller Saal ist damit nicht automatisch freigegeben: Schaut aufs Motiv und veröffentlicht kein Bild gegen den erkennbaren Wunsch der Abgebildeten. Die Nutzung von Speaker-Fotos klärt ihr am besten vorab in der Speaker-Vereinbarung.
- Was, wenn während des Events kaum Reaktionen kommen?
- Das ist normal, viele Teilnehmende schauen erst abends oder am Folgetag ins Netzwerk. Live-Posten zahlt sich oft zeitversetzt aus. Wichtiger als sofortige Reaktionen ist, dass die Momente festgehalten sind, aus denen später Danke-Post und Recap entstehen.
Quellen
Angaben zu externen Plattformen zuletzt geprüft am 12. Juli 2026.