Das Webinar-Zertifikat, das durch den Chat passt
Bei einem Webinar gibt es keinen Ausgang, an dem man den Gästen etwas in die Hand drückt. Um 15:58 Uhr sind noch 180 Leute im Call, um 16:01 Uhr ist der Tab zu. Wer Teilnahmezertifikate verteilen will, hat genau dieses Fenster, und die gute Nachricht ist: Ein Link im Meeting-Chat reicht.
Warum Webinare ein eigenes Verfahren brauchen
Bei einer Präsenzveranstaltung kennt ihr eure Teilnehmenden spätestens am Einlass. Beim Webinar habt ihr eine Anmeldeliste voller Tippfehler, ein Publikum, das ihr nie physisch trefft, und keinen zweiten Berührungspunkt nach dem Termin. Zertifikate einzeln zu erzeugen und zu verschicken heißt hier: Excel-Export aus dem Webinar-Tool, Abgleich mit den tatsächlich Anwesenden, Serienversand, Bounce-Nacharbeit.
Das Link-Verfahren dreht das um. Ihr bereitet ein Zertifikat mit füllbarem Namensfeld vor und teilt einen einzigen Link. Jede Person trägt ihren Namen selbst ein und lädt ihr Exemplar herunter, ganz ohne Anmeldung. Ob sich 20 oder 500 Leute bedienen, ändert an eurem Aufwand nichts. Den ausführlichen Vergleich beider Verfahren findet ihr auf der Seite Zertifikate für viele Teilnehmende, hier geht es um das, was beim Webinar anders läuft.
Der Ablauf für Zoom, Teams und jedes andere Tool
Das Verfahren braucht keine Integration und kein Plugin, es funktioniert überall, wo es ein Chat-Feld gibt. Entscheidend ist nur, dass das Zertifikat vor dem Termin fertig ist, denn der beste Moment zum Verteilen ist das Live-Ende des Webinars, nicht der Tag danach.
Der Chat-Moment: eine Nachricht, die ihr wörtlich übernehmen könnt
Das Fenster zwischen letzter Folie und Tab-Schließen dauert etwa eine Minute, und in dieser Minute entscheidet sich die Abholquote. Bewährt hat sich das Doppel aus Abschlussfolie mit dem Link und einer gleichzeitigen Chat-Nachricht, die man anklicken kann. Die Follow-up-Mail am nächsten Tag fängt danach alle ein, die im Call nur zugehört haben:
Danke fürs Dabeisein! Euer Teilnahmezertifikat könnt ihr euch hier herunterladen (Name eintippen, PDF laden, dauert eine halbe Minute): [euer Zertifikats-Link]
Wichtig für Ordnung im Nachgang: Teilt den Link nur dort, wo eure Teilnehmenden sind, also im Chat des laufenden Webinars und in der Mail an die Anwesenden. Sollte doch einmal ein Exemplar entstehen, das keines sein dürfte, lässt es sich widerrufen, der Nachweis-Link meldet dann den Widerruf.
Internationale Teilnehmende sind beim Webinar der Normalfall
Online-Formate machen an der Sprachgrenze nicht halt, und das Verfahren auch nicht: Die Abhol-Seite, auf der Teilnehmende ihren Namen eintragen, gibt es in 16 Sprachen, sie folgt der Browser-Sprache der Person. Das Zertifikat selbst gestaltet ihr in der Sprache, die zu eurem Format passt. Für englischsprachige Runden findet ihr fertige Formulierungen auf der Seite Certificate of Attendance: englische Textbausteine.
Dazu kommt der Profil-Eintrag: Gerade internationale Fachleute pflegen ihren Bereich „Lizenzen und Zertifikate“ aktiv. Der Klick auf „Zu LinkedIn hinzufügen“ übergibt Titel, ausstellende Organisation und Nachweisadresse fertig ausgefüllt, so funktioniert der Eintrag im Detail.
Webinar-Reihen: einmal bauen reicht
Die meisten Webinare gehören zu einer Reihe. Dafür gibt es die Kopier-Funktion: Ihr dupliziert das Event, ändert Titel-Zusatz und Datum, und die Badges samt Einstellungen kommen mit. Nur das Zertifikat legt ihr in der Kopie neu an, was mit derselben Vorlage in wenigen Minuten erledigt ist. Das lohnt sich, weil eure Stammteilnehmer die Zertifikate über die Zeit als Serie im Profil sammeln.
Und wenn ihr die Reihe ohnehin sauber aufsetzt: Ein Badge zur Ankündigung vor jedem Termin bringt Reichweite in die Anmeldephase, das Zertifikat danach verlängert sie. Beides zusammen macht aus einer Webinar-Reihe einen wiederkehrenden Auftritt im Feed.
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Häufige Fragen
- Gibt es eine Integration für Zoom oder Teams?
- Es braucht keine. Der Zertifikats-Link ist eine normale Web-Adresse, die ihr in jeden Chat, jede Folie und jede Mail legen könnt. Dadurch funktioniert das Verfahren mit Zoom, Teams, Webex, StreamYard und allem, was noch kommt, ohne Freigaben durch eure IT.
- Wie stelle ich sicher, dass nur echte Teilnehmende ein Zertifikat bekommen?
- Über den Weg, auf dem ihr den Link teilt: Meeting-Chat und die Mail an die tatsächlich Anwesenden erreichen die richtigen Leute. Wer ganz sichergehen will, verschickt den Link nur per Follow-up-Mail an die Anwesenheitsliste aus dem Webinar-Tool. Einzelne Ausreißer lassen sich nachträglich widerrufen.
- Bekommen die Teilnehmenden ein PDF oder nur einen Link?
- Beides, über denselben Weg: ein A4-PDF zum Herunterladen und Drucken, ein Bild fürs Teilen und einen dauerhaften Nachweis-Link, der sich bei LinkedIn unter Lizenzen und Zertifikate eintragen lässt und jederzeit prüfbar bleibt.
- Was kostet das für die Teilnehmenden?
- Nichts, und sie brauchen auch kein Konto. Link öffnen, Name eintippen, Zertifikat herunterladen. Ihr als Veranstalter legt das Webinar an und stellt die Zertifikate mit einem kostenlosen Konto aus.